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KLIM erklimmt mit Centric PLM die Erfolgsleiter

„Wir kommunizieren auf eine konsistente Art und Weise und unsere Produktionsstätten und Lieferanten sind daran gewöhnt. Und das wird durch Centric PLM möglich.“

25% kürzere Vorlaufzeit für Muster
Zwei Wochen kürzerer Lab-Dip-Prozess
30 %ige Steigerung des E-Commerce-Umsatzes

Herausforderungen

  • E-Commerce-Channel nicht ausgelastet
  • Durchlaufzeit für Muster unübersichtlich und unbekannt
  • Lab-Dip-Prozess zu zeitaufwändig
  • Keine formale Innovationsförderung
  • Übermittlung von Informationen zu regionalen Qualitätsprüfungen per E-Mail

Ergebnisse

  • Umsatz im E-Commerce-Channel um 30 % höher als im Vorjahr
  • 30 % kürzerer Musterumschlag
  • Zwei Wochen kürzerer Lab-Dip-Prozess
  • Wöchentliche fokussierte Innovations-Meetings
  • Regionale Qualitätsprüfungsdaten jederzeit zugänglich

Anpassung lernen

„Wir arbeiten an einer so großen Vielfalt von Produkten, dass das Management einfach zu komplex ist. Unser Angebot reicht von Carbon-Fiber-Helmen über Schneemobilstiefel und GoreTex-Oberbekleidung bis hin zu Motorrad-Airbags. Es ist unmöglich, das alles nur mit Excel-Spreadsheets und E-Mails zu bewältigen.“

Das sind die Beobachtungen von Ryan Harris, Vice President of Product, zum Produktmanagement ohne PLM-Lösung. KLIM erkannte früh, dass man eine Single Source of Truth für alle Produktdaten brauchte, damit wichtige Informationen jederzeit zugänglich waren. Vor Jahren war die Anzahl der Produkte noch deutlich geringer.

Über diese Zeit sagt Harris: „Der eigentliche Produktentwicklungsprozess war wesentlich aufwändiger, weil es viele E-Mails und so viele gemeinsam genutzte Excel-Spreadsheets gab. Man musste viel Zeit damit verbringen, sicherzustellen, dass die Informationen, die man weitergab, auch wirklich korrekt waren.“ Heute gibt es eine detaillierte, zentralisierte Datenbank, aus der jeder die gleichen, genauen Informationen zieht.

Wie hat KLIM seither sonst noch skaliert und sich dem Geschäftswachstum und den Veränderungen angepasst?

Weltmarktführer in Sachen Fahrerschutz

KLIM mit Sitz in Rigby, Idaho (USA), ist weltweit führend im Design und in der Herstellung fortschrittlicher Powersport-Bekleidung von Kopf bis Fuß für anspruchsvolle Schneemobil- und Motorradfahrer. Das 1994 als Teton Outfitters gegründete Unternehmen wurde 1999 unter dem Namen KLIM bekannt und produzierte zunächst maßgeschneiderte Schneeanzüge für Skifahrer und Mitarbeiter in Skigebieten, bevor es sich auf die Herstellung von Schutzkleidung für Schneemobile verlegte.

2004 hat KLIM sein Know-how in diesem Bereich in die Herstellung von Motorradbekleidung für alle Jahreszeiten eingebracht.

Die Mission von KLIM ist es, das Fahrerlebnis durch gut gemachte, qualitativ hochwertige Ausrüstung zu verbessern, die den Fahrer in schwierigen Situationen schützt. Jedes Produkt durchläuft eine intensive Forschungs- und Entwicklungsphase sowie strenge Tests, um die hohen Schutzstandards zu erfüllen. Das Unternehmen wächst weiterhin in rasantem Tempo.

KLIM setzte bereits früh – schon 2009 – auf PLM auf der Suche nach einer Single Source of Truth. Der Ansatz war praktisch: schrittweise beginnen und verschiedene Geschäftsbereiche einbinden. Dazu Harris: „Das gesamte Design und die Entwicklung laufen über Centric PLM™.

Durch die Automatisierung verschiedener Teile des Prozesses, z. B. Lab-Dips, konnten wir diese Zeit um etwa zwei Wochen verkürzen.“ Dies gilt auch für andere Fälle, z. B. die Reduzierung der Durchlaufzeit von Mustern um 25 %.

Pandemie-Pandämonium

Als Großhandelsunternehmen musste sich KLIM wie alle anderen irgendwie durchschlagen. Nachdem die Einzelhandelsgeschäfte im Frühjahr 2020 pandemiebedingt geschlossen wurden, war E-Commerce die einzige Lösung für den Verkauf.

KLIM hatte die weise Voraussicht, seine Website mithilfe der in PLM gespeicherten Daten schon vor der Pandemie einzurichten. Die Umstände brachten die Menschen dazu, sich mehr für den Outdoor-Sport zu begeistern. Harris sagt: „Wir sehen definitiv ein Wachstum in unserem Direktvertrieb, der bisher einen kleineren Anteil an unserem Geschäft hatte. Wir haben das Jahr 2020 mit einem Plus von 30 % im Vergleich zum Vorjahr im Direct-to-Consumer-Bereich abgeschlossen.

Das Frühjahr war für unsere Großhandelskunden etwas holprig, aber sie machten das im Sommer wieder wett und wuchsen schließlich gegenüber dem Vorjahr, genau wie wir. Und wir sehen typischerweise, dass eine Verbesserung in unserem Direktvertrieb auch mit einer Verbesserung im Großhandel einhergeht. Beide wachsen meist gleich stark. Die ganze Marke wächst.“

Dennoch mussten Anpassungen an die gewohnte Arbeitsweise vorgenommen werden. Der Großteil der Lieferanten befindet sich in Übersee. Harris erklärt: „Was sich in unserem Entwicklungsprozess ein wenig geändert hat – und was uns hoffentlich stärker macht – ist, dass wir nicht mehr die Möglichkeit haben, einfach in ein Flugzeug zu steigen und einige der Probleme zu beheben, die in den früheren Projektphasen noch nicht angegangen wurden.

Das zwang unser Design- und Entwicklungsteam dazu, einige Entscheidungen im Vorfeld besser zu überdenken und die Zeitvorgaben strikter einzuhalten. Es hat die Art und Weise verändert, wie unser Team intern arbeitet.

Ich denke, unsere größte Herausforderung war, dass wir uns nicht jeden Tag im Büro sehen und miteinander reden konnten, um auf Ideen aufzubauen und direkt von Angesicht zu Angesicht zu kommunizieren.“ Centric PLM leistete Unterstützung, indem es die Zusammenarbeit zwischen den Teammitgliedern erleichterte und jedem aktuelle Produktdaten und Transparenz im Entwicklungsprozess verschaffte – und zwar standortunabhängig.

Technische Ausrüstung

Im Gegensatz zu anderen Bekleidungsmarken geht es bei KLIM um viel mehr als nur um Fashion. Die Produkte bieten das hohe Maß an Schutz, das Motorrad- und Schneemobilfahrer erwarten. Es gibt auch noch andere Überlegungen. Beispielsweise muss sichergestellt werden, dass die Motorradjacken atmungsaktiv sind, damit dem Fahrer nicht zu warm wird – was eine gefährliche Ablenkung im Straßenverkehr darstellen kann.

Harris erwähnt auch gern das Aushängeschild des Portfolios: „Unsere Badlands Pro ist eine wasserdichte Jacke mit GoreTex-Pro-Membran, YKK-Reißverschlüssen und 3M-Scotchlite-Reflektoren. Das leistungsfähige Keramikfaser-Gewebe sorgt dafür, dass der Fahrer im Falle eines Sturzes über die Straße rutscht und die Jacke dabei unversehrt bleibt. Die Badlands Pro hat natürlich einen Nierengurt und eine Polsterung an allen Gliedmaßen, die sich beim Aufprall verfestigt.

„Außerdem bekomme ich jeden Winter Rückmeldung von Kunden, die mir erzählen, dass ihre Maschine kaputt gegangen ist und sie zwei Nächte in einer eiskalten Schlucht verbringen mussten, bevor Hilfe kam, und dass unsere Ausrüstung ihr Leben gerettet hat.“ Harris erklärt, dass das Tech-Pack für die Badlands-Jacke ganze 30 Seiten umfasst – mit über 200 Artikeln in der Stückliste und fünf Farbvarianten. „Man arbeitet mit 1.000 verschiedenen Dingen bei diesem Modell, um sicherzustellen, dass die Produktion korrekt erfolgt. Ohne Centric PLM wäre das nicht zu bewältigen.“

Konsistenz ist das A Und O

PLM ermöglicht KLIM eine konsistente Darstellung der Informationen in den Produktionsstätten. Dazu Harris: „Es gibt komplexe Produkte, die seitenweise Informationen aufweisen, und dann gibt es ein einfaches Polohemd mit deutlich weniger Informationen. Aber die Informationen sind alle konsistent.

Das Format ist das gleiche. Es spielt keine Rolle, ob es von Designer A oder Designer B kommt. Wir kommunizieren auf eine konsistente Art und Weise und unsere Produktionsstätten und Lieferanten sind daran gewöhnt. Und das wird durch Centric PLM möglich.“

Verschnaufpause für das Qualitätsteam

Ein Großteil des KLIM-Qualitätsteams sitzt im Ausland und trifft sich in der Regel ein paar Mal im Jahr mit den Teams in der Zentrale. Harris sagt: „Wir führen gerade ein Modul für unser Qualitätsteam ein. Die Mitarbeiter greifen auf die Informationen zu und gehen ihre Qualitätschecklisten durch, identifizieren Probleme und verwalten das Ganze direkt über PLM. Wir freuen uns darauf, dass unsere Qualitäts-Auditoren mit ihrem iPad durch das Werk gehen, Fotos machen und Kommentare vor Ort abgeben können.“

Er fährt fort: „Die QS-Kollegen hier in den USA haben sofortigen Zugriff auf diese Informationen und müssen nicht erst darauf warten, dass ihre Kollegen in Übersee ihre Beobachtungen später in einer E-Mail aufschreiben. Mit dem neuen Modul werden Echtzeit-Daten während der Inspektion eingegeben, was die Effizienz deutlich steigert.“

Alle an Bord

Das Produktmanagement, die gesamte Linienplanung sowie alle Finanzberichte zur Margenanalyse und zum Umsatzwachstum werden über PLM abgewickelt. Harris listet die Bereiche auf, die Centric PLM vollständig nutzen,

Unser Design-Team konzipiert mit eigenen Systemen und eigener Software, aber die gesamte Zusammenarbeit wird in Centric abgebildet.

„Unser Entwicklungsteam verbringt wahrscheinlich den Großteil des Tages im System. Ebenso Produktion, Logistik, Einkauf, Marketing und Accounting. Also fast alle!“

Auch das Onboarding neuer Mitarbeiter ist einfacher, da Centric PLM so benutzerfreundlich ist. Selbst ein Remote-Onboarding ist in wenigen Stunden möglich, um neuen Mitarbeitern das Benötigte an die Hand zu geben, um sofort loszulegen.

Mut zur Innovation

KLIM legt einen sehr großen Wert auf Innovation. Die Mitarbeiter haben laufend weitere Optimierungen im Blick, um die Produkte weiterzuentwickeln. Harris sagt: „Wir haben kein eigenes Innovationsteam. Wir glauben, dass Innovation von überall her kommt.“

Aber PLM hat es dem Unternehmen ermöglicht, noch einen Schritt weiter zu gehen. Seit zwei Jahren hält KLIM seine wöchentlichen Projektstatus-Meetings in PLM ab. Das funktionierte so gut, dass man beschloss, den Prozess auf Innovations-Meetings zu übertragen. Dies schafft Zeit in der geschäftigen Entwicklungssaison und sorgt für Stringenz rund um die Innovation, indem das Tool direkt in Centric verwendet wird. So entsteht Klarheit darüber, welche Innovationen für welche Saison geplant sind.

Ausblick

Die Zukunft könnte für KLIM nicht besser aussehen. Dazu Harris: „Wir sehen, dass die Leute noch immer gerne in die Natur gehen und Outdoor-Aktivitäten erleben möchten. Es dürfte daher ein gutes Geschäftsjahr für uns werden. Unsere Teams sind motiviert und zufrieden. Ich denke, starke, beständige Unternehmen zeichnen sich durch das aus, was man in schwierigen Zeiten aufbaut, um sich für die Zukunft zu rüsten.“

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