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28 Mai, 2021     Durchschnittliche Lesedauer: 5 Minuten

Optimierung der COGS dank Product Lifecycle Management

In der Business-Welt ist es das oberste Gebot, den Gewinn im Blick zu behalten. Leider gibt es für die meisten Food & Beverage-Hersteller keine One-and-done-Lösung, um die Geschäftsbücher abzustimmen. Stattdessen verfolgen diese Unternehmen einen strategischeren Ansatz und berechnen die genauen Produktkosten auf der Grundlage des Werts der Inhaltsstoffe, des Materials, der Herstellung und der Arbeit, die in die Herstellung einfließen. Auf diese Weise können Retailer, Marken und Hersteller feststellen, welche dieser Kosten reduziert werden können, ohne die Qualität des Produkts zu beeinträchtigen oder die Nichteinhaltung von Vorschriften zu riskieren. Dieser Prozess ist besser bekannt als Kostenoptimierung oder Optimierung der Kosten der verkauften Waren (Cost of Goods Sold, COGS).

Neben der Optimierung der alten Bilanz bietet die COGS-Optimierung zahlreiche weitere Vorteile für Food & Beverage-Hersteller, die ihre Margen schützen und den Betrieb skalieren möchten. Lesen Sie weiter, um alles über diese Zusatznutzen zu erfahren. Entdecken Sie, wie Product Lifecycle Management (PLM)-Software Sie dabei unterstützen kann.

 

Das Wichtigste zuerst

Beginnen wir mit der Definition der Kosten der verkauften Waren (Cost of Goods Sold, COGS) und wie sie sich auf die Produktentwicklung für den Food & Beverage-Markt auswirken.
Die COGS sind eine Kennzahl, die den wahren Wert eines Produkts bestimmt. Anders ausgedrückt: Sie COGS sind ein Messwert dafür, wie viel es ein F&B-Unternehmen kostet, ein bestimmtes Produkt zu verkaufen.
Die fünf Kostenarten, die in eine COGS-Kalkulation einfließen, sind (1) Rohmaterialkosten, (2) Versandkosten, (3) Arbeitskosten, (4) Lagerkosten und (5) betriebliche Gemeinkosten.

Um den COGS-Wert zu ermitteln, müssen Retailer, Marken und Hersteller diese einfachen Schritte befolgen:

1. Bestimmen Sie einen Zeitraum, in dem die COGS ermittelt werden sollen. Das kann ein Monat, ein Quartal oder das ganze Geschäftsjahr sein – ganz wie Sie möchten. Für dieses Beispiel verwenden wir einen Monat.

2. Ermitteln Sie den Gesamtwert des Inventars, beginnend am Anfang des Monats. Denken Sie daran, die fünf oben genannten separaten Kostenarten einzubeziehen: Kosten für Rohmaterial, Versand, Arbeit, Lagerung und betriebliche Gemeinkosten.

3. Zu dieser Zahl addieren Sie alle zusätzlichen Inventarkäufe, die im Laufe des Monats getätigt wurden.

4. Nachdem Sie den Wert des Inventars, mit dem Sie begonnen haben, ermittelt haben, berechnen Sie den Gesamtwert des am Monatsende verbleibenden Inventars.

5. Subtrahieren Sie den Gesamtwert des verbleibenden Inventars vom Wert des Anfangsinventars, und voilà! Sie haben Ihre COGS ermittelt.

 

Ich habe meine COGS berechnet. Was jetzt?

Nach der Ermittlung der Warenkosten können F&B-Unternehmen diese Daten nutzen, um Optimierungspotenzial entlang der Produktionskette zu identifizieren. Durch eine Verschlankung von Produkten und Prozessen können Unternehmen den Gesamtnutzen von verbesserten Produktmargen und betrieblicher Effizienz erfahren. Je früher Sie im Produktentwicklungszyklus Möglichkeiten finden, diese Kosten zu minimieren, desto schneller können Sie die Vorteile nutzen.

Hier kommen Product Lifecycle Management (PLM)-Lösungen ins Spiel.

Optimierung der COGS mit PLM

Mithilfe einer digitalen PLM-Lösung können F&B-Retailer, -Marken und -Hersteller 100 %-ige Transparenz für alle produktbezogenen Daten erhalten – einschließlich der mit jeder Entwicklungsphase verbundenen Kosten. Diese transparente Sicht auf den Produktlebenszyklus gibt den Usern ein viel genaueres Bild der Gesamtkosten. User können diese Transparenz dann nutzen, um Bereiche zu bestimmen, in denen eine Kostenoptimierung angebracht ist.

Vorteile der COGS-Optimierung mit PLM

Es ist ein heikler Balanceakt, zu versuchen, den Ruf der Marke zu erhalten (oder sogar noch zu verbessern) und gleichzeitig Kosten zu senken und Abläufe zu optimieren. Aber mit PLM haben F&B-Retailer, -Marken und -Hersteller die Möglichkeit, die reichhaltigen Daten und Analysen der Plattform zu nutzen, um die grundlegenden COGS zu minimieren, ohne jemals Kompromisse in Sachen Qualität, Compliance oder Transparenz einzugehen.

Trotzdem fragen Sie sich vielleicht: Was sind die weiteren Vorteile der PLM-Technologie? Wir haben ein paar für Sie zusammengestellt:

– Höhere Produktmargen

F&B-Hersteller nutzen PLM-Software, um ihre Produktmargen über alle Kategorien und Eigenmarken hinweg zu erhöhen, indem sie sich auf zwei Hauptaspekte der Entwicklung konzentrieren: Rezepturoptimierung und Herstellung. Durch die Beschränkung auf diese beiden Bereiche können die User die kostengünstigsten Optionen wählen, die den größten Mehrwert für ihr Unternehmen haben. Das bedeutet natürlich nicht immer, dass die Kosten um jeden Preis gesenkt werden müssen. Stattdessen sollten Unternehmen kurzfristige Margensteigerungen gegen eine operative Strategie abwägen, die sich auf die langfristige Unternehmensgesundheit konzentriert. Die Aufgabe von PLM ist es, Entscheidungsträgern die Informationen an die Hand zu geben, die sie benötigen, um hier fundierte Entscheidungen zu treffen.

– Geringere Kosten für Sourcing und Einkauf

Ob Sie als Lebensmittelhersteller Rohstoffe und Verpackungen beschaffen oder als Retailer mit Herstellern für ein Eigenmarkensortiment zusammenarbeiten möchten – für beide Parteien ist es gleichermaßen wichtig, die effizienteste Methode zur Identifizierung, zum Vergleich und zur Auswahl der idealen Sourcing-Partner zu finden. Das sorgt für eine deutlich einfachere Kostenoptimierung und verbessert die Produktvorlaufzeit.

PLM gibt Sourcing- und Einkaufsteams die Möglichkeit, direkt mit Suppliern zusammenzuarbeiten und diejenigen auszuwählen, die am besten dafür geeignet sind, den Auftrag zu erfüllen. So können User beispielsweise die Suche filtern, um Supplier zu finden, die den erforderlichen Vorschriften und Qualitätsstandards gerecht werden. Sie können auch verschiedene Supplier in unterschiedlichen Regionen suchen oder diejenigen mit einer akkreditierten Audit-Verifizierung auswählen, um das Risiko in der Supply Chain zu minimieren, den Markenwert zu schützen und die allgemeine Sicherheit zu fördern. Diese Transparenz sorgt für zusätzliche Effizienz, um fundierte Kalkulationsentscheidungen zu treffen und die mit Sourcing und Einkauf verbundenen Risiken zu minimieren. Letztlich wirkt sich dieser optimierte Ansatz in Form von höheren Produktmargen aus – etwas, wonach sich jedes Unternehmen in der Food & Beverage-Branche sehnt.

– Mehr Qualitätsprodukte zu guten Verkaufspreisen

Bei der Kostenoptimierung geht es nicht nur um die Auswahl günstigerer Zutaten, Rohstoffe und dergleichen. Mit PLM läuft dieser Prozess bewusster ab und bietet Usern eine ganzheitliche Sicht auf alle Kalkulationsmöglichkeiten für jedes Produkt. Auf diese Weise können User strategisch ideale Produktsortimente gestalten, die sowohl kosteneffizient als auch mit einem geringen Risiko behaftet sind. Mit diesem „Sandboxing“-Ansatz der COGS-Optimierung können User schnell jene Kalkulationsoptionen verwerfen, die ein Produkt zu teuer oder für den Retail ungeeignet machen

PLM-Software ist zudem mit Tools für die Kostenanalyse ausgestattet, sodass User „Was-wäre-wenn“-Szenarien durchspielen können. Auf diese Weise lassen sich die besten Preisgestaltungsoptionen für Rohmaterial, Inhaltsstoffe sowie Sourcing- und Herstellungspartner ermitteln. Einschränkungen wie regionale Vorschriften und Compliance werden dabei berücksichtigt. Das ermöglicht es Teams, sich schnell darauf festzulegen, nur die Produkte zu entwickeln, die die besten Erfolgschancen bei optimalen Kosten haben.

 

Die marktorientierte, Cloud-basierte Product Lifecycle Management-Lösung und die mobile Technologie von Centric ermöglichen es Food & Beverage-Herstellern, markenprägende Produkte zu entwickeln, die Zusammenarbeit mit Suppliern zu verbessern und regionale Compliance, Qualität und Rückverfolgbarkeit in jeder Phase des Produktlebenszyklus zu gewährleisten. Noch wichtiger ist, dass Centric PLM es Entscheidungsträgern ermöglicht, sich auf bestimmte Prozesse zu konzentrieren – z. B. die COGS-Optimierung – um Produkte für den Erfolg im Retail vorzubereiten. Wenn die finanziellen Grundlagen stimmen, können Food & Beverage-Retailer, -Marken und -Hersteller das Rätselraten bei der Einführung neuer Produkte umgehen und sicherstellen, dass die aktuellen Produkte einen maximalen Mehrwert schaffen.

 

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