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23 April, 2021     Durchschnittliche Lesedauer: 2 Minuten

Vier wichtige Nachhaltigkeitstrends für Fashion und Retail: Forecast 2

Sustainability-Forecast Nr. 2: Langlebigkeit und Preis-Leistungs-Verhältnis

„Langsam“ ist normalerweise kein positiver Begriff in der Fashion- und Retail-Welt. Das Konzept der Entschleunigung und der überlegten Kaufentscheidungen für langlebigere, nachhaltige Produkte ist jedoch für Marken und Verbraucher ein brandaktuelles Thema.

Seit den frühen 1990er-Jahren hat die sich verändernde Dynamik der Fashion-Branche zu einer „Wegwerfmentalität“ in Sachen Kleidung geführt. Sie zwingt Retailer dazu, geringen Kosten und weniger Flexibilität im Design sowie Schnelligkeit den Vorrang zu geben, um auf dem zunehmend anspruchsvollen Markt rentabel agieren zu können. Doch im neuen Jahrtausend haben Ereignisse wie der verheerende Einsturz der Rana-Plaza-Textilfabrik in Bangladesch 2013 der Welt die wahren Kosten der Fast Fashion und die Realität der Billiglohnarbeit vor Augen geführt, die von Arbeitern unter gefährlichen Bedingungen nur um des Profits willen verrichtet wird.

Viele Menschen begannen daraufhin, den Kauf von preisgünstiger Fast Fashion zu überdenken – nicht nur aufgrund der unethischen Produktionsverfahren, sondern auch, weil die minderwertige Herstellung dazu führte, dass die Kleidungsstücke nur ein paar Mal getragen werden konnten, bevor sie ausrangiert wurden und dann oft auf Mülldeponien landeten.

In der heutigen Zeit, in der die COVID-19-Pandemie die Menschen dazu zwingt, ihre Garderobe und ihre Kaufgewohnheiten im Allgemeinen zu überdenken, kaufen mehr Verbraucher denn je bewusst Qualität statt Quantität und investieren in Produkte, die lange halten. Anstatt mehrere billige, austauschbare Versionen desselben Produkts zu kaufen, sind sie bereit, mehr für langlebige und zuverlässige Materialien zu bezahlen, und achten auf Reparaturfähigkeit und gute Qualität. Auch wenn sie mehr investieren müssen, werden sie durch die Änderung ihrer Kaufgewohnheiten wohl insgesamt Geld sparen.

Aber das klingt nach einer besorgniserregenden Entwicklung für Marken und Retailer, denn weniger Konsum bedeutet weniger Umsatz, oder? Zum Glück ist das nicht der Fall! Kunden, die diesem Trend folgen, kaufen immer noch Produkte – aber die Philosophie der Langsamkeit beeinflusst die Art und Weise, wie sie denken und kaufen. Der Schlüssel zum Erfolg liegt darin, zu verstehen, was diese Verbraucher wollen, und wie man ihre Wünsche erfüllen kann.

Es ist klar, dass Kunden eher bereit sind, einen höheren Preis zu zahlen, wenn sie wissen, dass ein Produkt langlebig ist. Aber Marken brauchen genaue, aktuelle Daten darüber, welche Produkte sich gut verkaufen und welcher Preis für jede SKU/jeden Channel der richtige ist. Sie müssen zudem in der Lage sein, Kostenschwankungen aufgrund von Produktmodifikationen wie Farbe, Material, Herkunftsland und Verpackung im Vofeld abzuschätzen. Sie müssen aktiv langlebige Materialien sourcen und ihre Beziehungen zu Suppliern transparent gestalten, um den hohen Erwartungen der Verbraucher gerecht zu werden.

Lösungen für die digitale Transformation geben Unternehmen ausgefeilte Funktionen für das Reporting und die Merchandise-Planung an die Hand, mit denen Marken den Produkterfolg auf der Grundlage von Daten aus früheren Saisons zuverlässig vorhersagen und intuitiv auf Marktveränderungen reagieren können. Das sorgt für weniger Abfall, eine bessere Kontrolle der Margen und einen bewussteren, überlegten Ansatz für die Kollektionsplanung.

Mit einem starken, vernetzten digitalen Backbone können Marken einen offenen Dialog mit Verbrauchern führen, langlebige Materialien kostengünstiger sourcen und innovative Produkte entwickeln, die auf eine lange Lebensdauer ausgelegt sind.

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